Telefon: 09351 8813
- zertifizierter und freier Sachverständiger - 

130%-Regelung (Opfergrenze)

Übersteigen die durch einen unverschuldeten Verkehrsunfall entstandenen Reparaturkosten (zzgl. einer eventuellen Wertminderung) eines PKW den Wiederbeschaffungswert um nicht mehr als 30 %, kann der Geschädigte seinen PKW reparieren lassen. Dabei ist es unabhängig davon, ob die Reparatur in einer Fachwerkstatt oder in Eigenreparatur durchgeführt wird.

Beachten Sie: 

Die Reparatur muss fachgerecht, zeitnah und vollständig nach den Vorgaben des Sachverständigen erfolgen. In neueren Urteilen wird auch eine "zeitwertgerechte Reparatur", gegenbenenfalls mit Gebrauchtteilen und mit geringfügigen optischen Mängeln als vollständig und fachmännisch angesehen. 

Der Geschädigte muss seinen besonderen Nutzungswillen zeigen und das Fahrzeug noch für mindestens 6 Monate weiternutzen (Integritätsinteresse).

Im Rahmen der 130% Regelung kann nicht fiktiv abgerechnet werden, das heißt es muss eine sach- und fachgerechte Reparatur erfolgen.